1000 v. Chr.
Die NORIKER beherrschten die östlichen Alpenländer.
300 v. Chr.
In der jüngeren Eisenzeit setzte die keltische Besiedelung in unserem Land ein.
Der Stamm der TAURISKER vermengte sich mit der einheimischen norischen Bevölkerung.
Handelsbeziehungen mit Rom wurden aufgenommen, aber auch militärisch geriet Noricum aufgrund
der nach dem Süden drängenden Germanen immer mehr in Abhängigkeit von Rom.
15 v. Chr. - ca. 500 n. Chr.
Unser Gebiet stand schließlich unter römischer Herrschaft. Man spricht von der "provinzialrömischen
Herrschaft". Die damalige Provinzhauptstadt Flavia Solva, heute Wagna bei Leibnitz, als regionales
Kult- und Handelszentrum, lag nicht weit entfernt. HÜGELGRÄBER, im Volksmund "Heidenkögl"
bzw. "Heidenkogel" genannt, geben Aufschluß über die Siedlungsstruktur.
Die Gemeinde Rassach ließ vom 18.4. - 3. 5. 1984 wissenschaftliche Grabungen durch das
Landesmuseum Joanneum Graz, Abteilung für Vor- und Frühgeschichte
(wissenschaftlicher Leiter: Dr. Gerald Fuchs) durchführen.
Von den 37 heute noch existierenden Hügelgräbern (Tumulus) sind die meisten durch Raubgrabungen
und Zerstörung arg in Mitleidenschaft gezogen.
Die an 4 Tumuli durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchungen ergaben die Erkenntnis von
2 Bestattungsformen: eine einfache Brandschüttung und die Bestattung in Steinkisten.
375 v. Chr. - 586 n. Chr.
Nach den Hunnen und den Marcomanen plünderten schließlich die Ostgoten Noricum. Sie bereiteten
der römischen Kultur ein Ende. Nach der Herrschaft der Hunnen (433 n. Chr.) und der Goten (468 n.Chr.)
verließen die Langobarden (586 n. Chr.), gedrängt von den AWAREN den pannonisch-ungarischen Raum.
Bewohner aus Noricum schlossen sich dem Zug nach Italien an.
600 v.Chr. - 900 v.Chr.
In das freigewordene Gebiet zogen die AWAREN und SLAWISCHE GRUPPEN ein. Aus slawischen
Einwanderern, romanischer Restbevölkerung und vielleicht auch germanischen Gruppen entstand
das slawisch bestimmte Volk der KARANTANEN. Es waren friedliebende Bauern, die sofort an die
Bebauung des Landes gingen. Viele Orts- und Gegendbezeichnungen weisen auf slawischen
Ursprung hin, wie z.B. "Rassach" - "Rassowe" oder "Lasselsdorf" - "Lazlausdorf".
955 n. Chr.
Nach 955 kam es zur großen bairischen Kolonisation. Die slawische wie die bairische Siedlungsgeschichte
begann wahrscheinlich um Lasselsdorf und in Graschuh sowie in Herbersdorf im Schutz von kleineren
bewaldeten Hügeln.
1285 n.Chr.
In oder um Rassach stand im Mittelalter ein Wehrbau, der sich 1285 im Besitz der Brüder Heinrich und
Albert von Rassowe befand. Es waren sogenannte "niedere Ritter", die keine eigene Burg besaßen,
aber als Berittene in den Krieg zogen.
ca. um 1200 n.Chr.
Vermutlich im 12 Jhdt. haben die Herbersdorfer, die Wildoner Dienstmannen waren, (die Wildoner gründeten
das Stift Stainz), den Wehrbau von Herbersdorf errichtet. Ursprünglich war der Wehrbau nur ein festes Haus,
von Mauern und Garten umgeben, der aber im 16. Jhdt. zu einem prächtigen Schloß ausgebaut wurde.
Der regelmäßige Viereckbau, an der gegen Nordosten gerichteten Hauptfront durch zwei vorspringende Ecktürme
verstärkt, wurde im Süden durch einen Viereckturm überragt. Die vier zweistöckigen regelmäßigen Flügeln
umgaben einen großen viereckigen Arkadenhof. Im Südwesten befanden sich umfangreiche Wirtschaftsgebäude.
Von der nach Stainz führenden Straße erstreckte sich eine schöne, breite Allee bis zum Schloß Stainz.
Der Kupferstich von Vischer zeigt das prächtige Schloß im Jahr 1681.

1648 n.Chr.
Nach mehreren Besitzerwechseln kaufte das Stift Stainz 1648 das Schloß Herbersdorf.
Laut Verzeichnis aus dem Jahre 1648 gehörten zum Schloß Herbersdorf noch "zwei Mayrhofe sambt Zubehör,
ein Ziegelstadl sambt dem Ofen, unweit des Schlosses gelegen, eine Mühle, eine Stampfe und eine Säge,
Äcker und Wälder sowie die Dörfer Rassach, Tanzelsdorf, Rasendorf, Mettersdorf, Herbersdorf und Lasselsdorf"
1785 n. Chr.
Nach der Aufhebung des Stiftes Stainz (1785 n. Chr.) verfiel das Schloß Herbersdorf.
1809
Erste Volksschule in Rassach.
1821-1822
Erster eigener Schulbau in Rassach. Laut Aufzeichnungen im Topographischen Lexikon der Steiermark
wurden in Rassach bereits 85 Schüler unterrichtet.
1840
1840 kam das Schloß zusammen mit der Herrschaft Stainz in den Besitz von ERZHERZOG JOHANN.
Im 19. Jhdt. wurden Schloß und Wirtschaftsgebäude abgetragen. Zwei schöne Statuen sind heute noch
vor der Dorfkapelle Herbersdorf, Figuren aus dem Schloß auf dem Stainzer Hauptplatz zu sehen.
1850
Die Gemeinde entstand 1850 aus der gleichnamigen Katastralgemeinde.
Mit 1. Jänner 1968 vereinigt mit Graschuh, Herbersdorf und Lasselsdorf zu Rassach.
1886-1989
In Rassach wird ein neues Schulgebäude errichtet.
1890
Anton Tropper beginnt mit den Eintragungen in das Protokollbuch des Ortsschulrates Rassach.
1904
Das Schulhaus in Lasselsdorf wird eröffnet.
1927
Fortschrittliche Besitzer in Lasselsdorf errichteten auf eigene Kosten eine Transformatoranlage
und versorgten Lasselsdorf mit Strom.
1930
Einwohner- und Häuserverzeichnis:
| Ort |
Einwohner |
Häuser |
| Graschuh |
356 |
71 |
| Herbersdorf |
233 |
97 |
| Lasselsdorf |
255 |
54 |
| Rassach |
377 |
81 |
10. April 1934
Nationalsozialistische Volksbefragung zum Bekenntnis zum deutschen Volk, Reich und Führer:
| Ort |
Stimmberechtigte |
Ja |
| Graschuh |
201 |
201 |
| Herbersdorf |
149 |
149 |
| Lasselsdorf |
123 |
123 |
| Rassach |
233 |
233 |
25.11.1945
Das österreichische Volk wählte:
| Ort |
ÖVP |
SPÖ |
| Graschuh |
138 |
36 |
| Herbersdorf |
80 |
21 |
| Lasselsdorf |
100 |
11 |
| Rassach |
174 |
34 |
1948
Die Volksschule in Rassach bekommt einen Zubau (2-klassig)
1953
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Rassach, Rüsthausbau.
01.01.1968
Mit Beschluß der Landesregierung wurden die Gemeinden Lasselsdorf, Herbersdorf, Graschuh und Rassach
zur Dorfgemeinde Rassach zusammengelegt.
Erster Bürgermeister der neuen Gemeinde wurde Rupert Unterkofler aus Lasselsdorf.
1974
Errichtung eines Kindergartens in Lasselsdorf
1976
Der Abwasserverband "Raum Stainz" konstituierte sich.
1983
In der Gemeinde Rassach wurde die Müllabfuhr eingeführt.
1984
700 Jahrfeier der Gemeinde mit Wappenverleihung
1985
Entsprechend dem Stmk. Raumordnungsgesetz wurde der 1. Flächenwidmungsplan der
Gemeinde Rassach rechtskräftig
1985
Bau der Festhalle Rassach
1986
Das Kunst und Kleinhandwerk des Bezirkes Deutschlandsberg etablierte sich in Rassach
1987
Stilllegung der Volksschule Lasselsdorf
1989
Um- und Zubau des Rüsthauses in Rassach
1990
Errichtung des "Schilcherstöckels" in Rassach
1996
Die Gemeinde Rassach tritt dem "Tourismusverband Weststeiermark" bei.
1996-1997
Umbauarbeiten an der Volksschule Rassach, Einrichtung von 4 Klassenzimmern
1999-2000
Um- und Zubau des Gemeindeamtes und Kindergartens in Lasselsdorf;
Errichtung von 3 Wohnungen im Dachgeschoss
2002-2004
Zubau eines Turnsaales und zweier Klassenräume bei der Volksschule in Rassach
| Gemeindevorsteher und Bürgermeister |
| 1850 - 1866 |
Anton Zmugg |
| 1872 - 1877 |
Franz Ninaus |
| 1881 |
Anton Seiner |
| 1884 - 1888 |
Johann Ertl |
| 1888 - 1893 |
Vinzenz Dorner |
| 1893 - 1898 |
Anton Freidorfer |
| 1898 - 1902 |
Vinzenz Dorner |
| 1902 - 1907 |
Anton Harri |
| 1907 - 1914 |
Franz Resch |
| 1919 - 1924 |
Anton Köck |
| 1925 - 1927 |
Johannes Klement |
| 1927 - 1938 |
Mathias Katzjäger |
| 1938 - 1945 |
Josef Lernpaß |
| 1946 - 1955 |
Mathias Katzjäger |
| 1955 - 1967 |
Franz Resch |
| 1968 - 1969 |
Franz Güttinger Regierungskommissär |
| 1969 - 1983 |
Rupert Unterkofler |
| seit 1983 |
Gernot Becwar |
>>> Zum Seitenanfang |